Das Wichtigste in Kürze
  • Du brauchst für selbstgekochte Marmelade nicht zwingend Gelierzucker.
  • Rohrzucker, Pektin und Zitronensaft sind gute Alternativen zu Gelierzucker.
  • Wenn Du die Marmelade nach dem Abfüllen noch einkochst, ist sie viel länger haltbar.

Marmelade einkochenAls Kind war ich nur schwer für Marmelade zu begeistern. Das war mir irgendwie alles zu süß. Auch heute esse ich nicht so gern Supermarkt-Marmelade. Selbst gemachte Marmelade hingegen lässt mein Herz höher schlagen.

Auch hier habe ich wieder ein paar Erinnerungen im Gepäck: Croissants, sehr starker Kaffee und Confiture de Pommes au Caramel (Karamell-Apfel-Marmelade).

Meine selbst gemachte Marmelade schmeckt nicht nur sehr lecker, sondern enthält auch weniger Zucker als „normale“ Marmelade. In diesem Artikel gehe ich auf die verschiedenen Möglichkeiten beim Marmelade selber machen ein.

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Marmelade selber kochen ist easy

Es gibt gute Gründe um die Marmelade aus dem Supermarkt einen Bogen zu machen. In erster Linie schmecken die halt alle gleich. Klar, da ist auch jede Menge Zucker drin. Aber nun ja – das ist bei Marmelade eben so. Ganz ohne Zucker geht es nicht, denn das ist das „natürliche Konservierungsmittel“ von dem immer die Rede ist. Allerdings enthalten Supermarkt-Marmeladen noch eine Menge weiterer Inhaltsstoffe. Farbstoffe, Aromen und so weiter.

Manchmal sind die Gläser ganz hübsch. 😉

Marmelade selber zu kochen ist keine große Sache. Du weißt was drin ist und der Aufwand ist überschaubar. Selbst gemachte Marmelade enthält keine künstlichen Aromen, Farb- oder Konservierungsstoffe.

Die Sache mit dem Gelierzucker

In vielen Rezepten wird auf Gelierzucker zurückgegriffen. Und das ist beim „heiß abfüllen“ auch grundsätzlich keine schlechte Wahl. Damit bekommst Du schöne Marmeladen hin und erhältst schnell ein Gefühl für die richtige Zubereitung, die benötigten Mengen und Abläufe.

Gelierzucker hat keine eingebaute Geling-Garantie – aber für den Start finde ich das sehr praktisch. Gelierzucker ist eine sogenannte Raffinade, die mit dem natürlichen Geliermittel Pektin und Zitronensäure angereichert ist. Durch die Zugabe von Gelierzucker bildet sich kein Schaum beim Kochen der Früchte und Flüssigkeiten dicken schnell und zuverlässig ein.

Bei meiner Karamell-Apfel-Marmelade oder auch bei Quittengelee benötigst Du keinen Gelierzucker, da die Früchte schon Pektin enthalten. Das meiste Pektin ist jedoch in der Schale enthalten und die wird ja eher selten verwendet. Bei Quitten ist das auch ziemlich fummelig, wegen dem Flaum auf der Schale. Daher meine Empfehlung für leckere selbst gemachte Apfelmarmelade und Quittengelee: Rohrzucker, zusätzlich noch etwas Pektin als Pulver und Zitronensaft.

Marmelade mit wenig Zucker und ohne ein extra Geliermittel kannst Du aus diesen säuerlichen Früchten kochen:

  • Äpfel (nicht zu reif)
  • Brombeeren
  • rote Johannisbeeren
  • Quitten (nicht zu reif)
  • Stachelbeeren
  • Rhabarber

Koala, wie geht das denn nun?

Die Technik beim Marmelade kochen wird als „heiß abfüllen“ oder „einmachen“ bezeichnet. Trotzdem ist häufig von „Marmelade einkochen“ die Rede. Und das ist auch nicht verkehrt, denn Du kannst deine Marmelade für längere Haltbarkeit zusätzlich mithilfe eines Einkochautomaten einkochen.

Das geht fix: 10 Minuten bei 90°C.

Ich mache das nicht immer, sondern nur wenn ich viele Gläser Marmelade selber mache. Das kann aber sehr sinnvoll sein, wenn Du die Marmelade verschenken möchtest. In diesem Fall müssen allerdings richtige Weckgläser genutzt werden. Ohne Einkochautomat sind auch Gläser mit Schraubverschluss ausreichend.

Grundsätzlich werden die Früchte mit einem Hilfsmittel aufgekocht und dann in saubere, heiß ausgespülte Gläser abgefüllt.

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Marmelade kochen in 7 Schritten

Ich bleib an dieser Stelle etwas allgemeiner. Je nach Obst-Sorte unterschiedet es sich ein wenig. Mehr Marmeladen-Rezepte kommen bald!

  1. Früchte schälen oder waschen (je nach Sorte), klein schneiden
  2. geschnittene Früchte zuckern (Rohrzucker oder Gelierzucker) und ziehen lassen
  3. Gläser und Zubehör heiß baden
  4. Früchte mit wenig Wasser aufkochen, immer gut rühren, Schaum ggf. abschöpfen
  5. Mit Pektin abbinden (nicht nötig, wenn Du Gelierzucker nimmst)
  6. Gelierprobe durchführen (prüfen ob Konfitüre auf kaltem Teller fest wird)
  7. Heiße Marmelade in Gläser abfüllen

Gläser auf den Kopf stellen?

Du kannst die Gläser auf den Kopf stellen, wenn Du möchtest. Zu diesem Arbeitsschritt gibt es im Internet viele sinnvolle Überlegungen. Und auch ein paar hoch-emotional geführte Diskussionen.

Lies hier weiter: Muss oder Mythos – Marmeladengläser nach dem Befüllen auf den Kopf stellen? (Artikel beim Bayrischen Rundfunk)

Ich stelle die Gläser nicht auf den Kopf.

Koala, was ist besonders wichtig?

Marmelade ohne Gelierzucker zu kochen ist nicht schwierig. Es kann sich jedoch Schaum bilden, den Du abschöpfen solltest. Sonst setzt sich im Glas eine unansehnliche Schicht ab. Im Gegensatz zu Gelierzucker bindet die Flüssigkeit auch nicht so zügig ab. Das kommt natürlich auf die Früchte beziehungsweise die Menge des Pektins an. Reifere Früchte enthalten weniger Pektin.

Ich hatte bisher nur einen Flop und das war Quittengelee, das einfach nicht abbinden wollte. Hier habe ich dann zu Pfeilwurzelmehl gegriffen, da ich weder Pektin noch Agar Agar zu Hause hatte. Mit dem stärkehaltigen Pulver hat es dann geklappt und nach der Gelierprobe konnte ich heiß abfüllen. Aber seitdem habe ich ein Notfallpäckchen Gelierzucker im Schrank. 😉

Lies hier weiter: Einkochen – Meine Erfahrungen & Tipps

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