Das Wichtigste in Kürze
  • Für richtig guten Pizzateig brauchst Du viel Zeit und wenig Hefe.
  • Spezielles Pizzamehl (Tipo 00) liefert sehr gute Ergebnisse. Weizenmehl Type 550 ist eine gute Alternative.
  • Der Teig muss ca. 10 Minuten geknetet werden und lange ruhen.
  • Du benötigst keine fancy Küchenmaschine – aber sie schadet auch nicht.
  • Mit Pizza ist alles schöner.

Pizzateig selber machenHe Sunshine, Du hast Bock auf richtig gute selbstgemachte Pizza? Wenn Du hier schon etwas gelesen hast, weißt du bereits, dass ich sehr gerne Pizza backe.

Jede Menge Flops liegen auf meinem Weg zur geilsten Pizza. Pizzasauce mache ich natürlich auch selber und gebacken wird die Pizza auf einem Pizzastein. Warum? Damit habe ich bisher das beste Ergebnis erzielt.

Naja, und als Akademiker im Home-Office hab‘ ich auch Zeit für sowas. Wer will sich schon den ganzen Tag mit mehrfaktorieller Varianzanalyse beschäftigen, wenn es auch Pizza und Netflix gibt? Genau.

Koalaversprechen: Ein Rezept für Pizzateig mit Gelinggarantie. 31 Mal erprobt, immer weiter perfektioniert. Pizzateig für echte Pizzafreunde.

Was interessiert Dich?

Das brauchst Du für geilen Pizzateig

Für unsere Pizza brauchen wir natürlich Mehl. Natürlich nicht irgendein Mehl.

Ich hab früher das normale Haushaltsmehl (Weizenmehl Typ 405) genommen. Aber mittlerweile greife ich lieber zu 550er Weizenmehl oder einem richtigen Pizzamehl.

Also, das muss rein in den Pizzateig:

Das richtige Mehl

Ja, ich kann deine Skepsis nachvollziehen. 10 Kg Mehl zu kaufen ist so eine Sache. Man könnte auch sagen etwas nerdig. Aber damit kann ich gut leben.

Italienisches Pizzamehl Tipo 00 bekommst Du problemlos online. Oder beim italienischen Feinkostladen, sofern es einen in deiner Nähe gibt. Dieses Mehl hat einen etwas höheren Gluten-Anteil (Eiweißkleber) und kann viel Flüssigkeit binden. Dadurch wird der Pizzaboden elastischer – sofern Du dir beim kneten Mühe gibst.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen großen Unterschied macht. Aber es ist tatsächlich ein ordentlicher Unterschied zwischen 405-Standard-Weizenmehl und italienischem Pizzamehl. Der Teig schmeckt tatsächlich und ist nicht nur die Unterlage für den Belag. Ordentlich geknetet ist er später schön geschmeidig und wird knusprig.

Wenn Du es etwas rustikaler magst, kannst Du auch Dinkelmehl verwenden.  Während Dinkelmehl Type 630 auch relativ fein ist, wird aus dem Vollkornmehl ein ziemlich fester Teig. (Lies: Der Teig wird nicht sehr elastisch.)

Ich hab‘ da viel rumprobiert und bin wieder bei feinem Pizzamehl gelandet.

Weitere Zutaten

Ja, und was brauchen wir sonst noch? Etwas Salz und wenig frische Hefe. Also richtig wenig Hefe. Wasser darf natürlich auch nicht fehlen. (Alle Zutaten mit Mengenangaben findest Du weiter unten.)

Du kannst den Pizzateig natürlich auch mit Trockenhefe machen. Aber ich bin da nicht so ein Fan von. Gefühlt wird mein Teig mit frischer Hefe immer besser. Aber Corona-Struggle und so, manchmal muss es eben Trockenhefe sein.

Ich frag dich: Hast Du keine Fragen?
Schreib‘ mir einen Kommentar! Ich freu‘ mich über Fragen & Feedback. xoxo

Beim Olivenöl scheiden sich ja die Geister. Ich nehme ein kaltgepresstes Olivenöl. Beim Hersteller bin ich nicht so wählerisch. Meistens habe ich das Olivenöl von terra creta zu Hause – aber eher aus Gewohnheit.

Koala, gibt’s auch Pizzateig ohne Gluten?

Glutenfreie Ernährung ist ein leidiges Thema. Aber kein Grund komplett auf Pizza zu verzichten! Wenn Du kein Gluten verträgst, dann kannst Du auf Hirse beziehungsweise Hirsemehl zurückgreifen. Daraus können Fladen geformt werden, die zumindest einem Pizzaboden ähneln. Buchweizenmehl geht auch. Ich fand‘ beide Varianten ziemlich trocken. Aber da erzähle ich dir sicher nichts Neues, sorry.

Auch andere Experimente mir Reismehl, Kartoffelmehl und Flohsamenschalen haben nicht richtig gut funktioniert. (Was man halt so findet, wenn man Google benutzt.)

Hier findest Du noch mehr glutenfreie Mehlsorten. Ich drück‘ dir die Daumen, dass Du einen schönen Teig hinbekommst.

Wenn Du komplett ohne Carbs (Kohlenhydrate) und dadurch auch ohne Gluten auskommen möchtest, findest Du im Netz auch Anleitungen für Pizzaboden mit Blumenkohl. Ist natürlich auch geeignet, wenn Du Kraftsportler*in bist.

Nicht mein Ding. Ich lauf‘ lieber ein paar Kilometer mehr, statt auf richtigen Pizzateig zu verzichten.

5 Schritte Anleitung für Pizzateig

Bist Du ein Fan von Listen und Anleitungen? Du willst kein Blabla, sondern nur wissen, wie das mit dem geilsten Pizzateig nun wirklich funktioniert? Ok, ist ja schließlich nicht das Grundrezept für den Krabbenburger, sondern ein simpler Hefeteig. (Spongebob, oh man. Verschwendete Jugend.)

Ok. Also, halten wir es einfach:

  1. Ordentlich kneten. (Komm gib dir Mühe! Oder kauf‘ eine Küchenmaschine.)
  2. Gib dem Teig ’ne kurze Pause.
  3. Forme schöne gleichmäßige Kugeln.
  4. Die Kugel dürfen sich 24 Stunden im Kühlschrank ausruhen.
  5. Teig ausrollen und allen Freunden ein Foto per Whatsapp schicken. (Gern mit dem Link zu diesem Beitrag, xoxo.)

Ich nutze übrigens eine Pizzaballenbox.

Ordentlich kneten

Also keine große Sache: Alles vermischen und dann ordentlich kneten. Wenn Du von Hand knetest, nehme zunächst weniger Mehl und gibt das restliche Mehl langsam hinzu. Hast Du eine Küchenmaschine drück halt den Knopf und guck zu. (Ok, zugegeben. Ich hätte auch gern eine Küchenmaschine.)

Das Wichtigste beim Pizzateig ist meiner Meinung nach nicht das Spezialmehl oder die Hefe, sondern wie lange und gut der Pizzateig geknetet wird.

Wenn euer Teig eine schön kleine Kugel ist und der Teig nicht mehr klebt, seid ihr fast fertig. Ich knete, ziehe und falte den Teig und drücke mit dem Handballen drauf. Schwer zu erklären. Kurios, weil eigentlich ist das ja ziemlich simpel. Gibt sogar Youtube-Videos dazu.

5 Minuten kneten darf es schon sein. Länger schadet natürlich nicht. Nur kürzer sollte es nicht sein.

Gib dem Teig eine Pause

Ok Honey. Gut geknetet, Zeit für eine Pause. Während Du also Kaffee trinkst und dir überlegst, ob Du lieber Lachs oder Thunfisch möchtest, kann der Pizzateig langsam aufgehen.

Ich stelle ihn meistens einfach in einer Schüssel ab. Nicht auf der Heizung, nicht im Keller. Einfach auf der Arbeitsfläche in der Küche stehen lassen. Häufig ist zu lesen, das der Teig luftdicht abdeckt werden soll, damit er nicht austrocknet (eine Haut bildet).

Ich nehme aber lieber ein sauberes Leinentuch, weil ich keine Klarsichtfolie verwende. Natürlich geht auch eine Schüssel mit Deckel, die es recht günstig bei Tchibo oder Amazon gibt.

Wichtig ist wirklich, dass der Teig nicht austrocknet. Daher gibt es noch etwas zu tun. Der Teig kann jetzt locker eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen. Der Teig soll schön langsam aufgehen. Also keine Hektik – wenn es zwei Stunden werden, passiert auch nix schlimmes.

Danach solltest Du den Teig in kleinere Portionen teilen. Ich forme am liebsten schön gleichmäßige Kugeln. Die wandern jetzt für 12 – 24 Stunden in die Teigwanne und bleiben im Kühlschrank. Natürlich gut verschlossen mit einem Deckel.

Formen und bewundern

Am nächsten Tag kannst Du die Teigling aus dem Kühlschrank holen ein bisschen auf Zimmertemperatur kommen lassen. Jetzt sollte der Teig wunderbar aufgegangen sein.

Nun kannst Du mit etwas Mehl einen wunderschönen, glatten Pizzaboden machen. Ich mach das mit der Hand und nicht mit einem Nudelholz, weil ich den Teig schön luftig haben möchte. Aber es geht beides. Du wirst mit jeder Pizza besser werden. Und die Anerkennung deiner Kinder ist dir sicher. Papa hat Pizza gemacht, yeah!

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Der geilste Pizzateig
Vorbereitung 30 Minuten
Wartezeit 24 Stunden
Portionen
4 kleine Pizzen
Zutaten
  • 500 g Weizenmehl Type 550er oder Tipo 00
  • 300 ml Wasser lauwarm
  • 10 g Hefe frisch
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Olivenöl
Vorbereitung 30 Minuten
Wartezeit 24 Stunden
Portionen
4 kleine Pizzen
Zutaten
  • 500 g Weizenmehl Type 550er oder Tipo 00
  • 300 ml Wasser lauwarm
  • 10 g Hefe frisch
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Olivenöl
Anleitungen
  1. Hefe in lauwarmen Wasser auflösen und mit den restlichen Zutaten mischen
  2. Teig kneten und kurz ruhen lassen
  3. 4 Kugeln formen und über Nacht im Kuhlschrank ruhen lassen
  4. Herausnehmen, auf Zimmertemperatur kommen lassen und Pizza formen
Rezept Hinweise

Der Teig muss nicht zwingend über Nacht stehen. Du kannst auch mehr Hefe verwenden, dann geht es natürlich schneller. Ich habe mit der langsamen Variante aber die besten Erfahrungen gesammelt.

Häufige Fragen zu Pizzateig

Wie mache ich Pizzateig mit Trockenhefe?

Du kannst das Rezept von oben nehmen und mit 5 g Trockenhefe arbeiten. Das funktioniert grundsätzlich auch. Wichtig ist bei Trockenhefe lauwarmes Wasser und das die Hefe gut aufgelöst ist. Aber wie gesagt: Ich bin kein Fan von Trockenhefe.

Wie mache ich schnellen Pizzateig?

Bevor Du jetzt genervt diesen schrecklichen Fertigteig aus dem Supermarkt holst, verrate ich dir lieber, wie schneller Pizzateig gemacht wird.

Alle Zutaten werden geknetet. Unterschied: Du nimmst einen ganzen Hefewürfel und stellst den Teig am besten an einen warmen Ort. Nach ca. einer halben Stunde kannst du den Teig in Kugeln formen und diese noch kurz ruhen lassen.

Das Ergebnis ist Ok. Keine Frage. Aber eben nicht der geilste Pizzateig der Welt. Wenn dein Bauch etwas empfindlich ist, kann die viele Hefe auch nerven.

Pizzateig auf dem Blech oder Pizzastein?

Gute Pizza besteht nicht nur aus liebevoll zubereitetem Teig und guten Zutaten. Gönn‘ dir einen Pizzastein aus Schamotte. Die kosten wirklich kein Vermögen und das Backergebnis ist sooo viel geiler.

Mehr Informationen zum Pizzastein findest Du hier. Die Reinigung von einem Pizzastein ist auch ziemlich unkompliziert. Vertrau‘ mir, deine Pizza wird wirklich besser.

Aber wenn es schnell gehen muss, dann kannst Du natürlich auch ein Backblech verwenden. das muss nicht so lange aufheizen. Backpapier ist aber mega überflüssig. (Siehe auch: Backpapier ersetzen – Was wirklich funktioniert) Lass es einfach weg und backe die Pizza auf dem heißen, leicht eingemehlten Blech.

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  • Hergestellt in Deutschland - Lebensmittelechtes Naturprodukt.
  • Abmessungen Pizzastein: ca. 40 x 30 x 3 cm, Gewicht ca. 6,5 kg - Abmessungen Pizzaschaufel: ca. 39,5 x 29,5 cm, Dicke 6 mm

Schreib mir gern, wenn Du auch ein Pizzafan bist!

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