Das Wichtigste in Kürze
  • Hafermilch lässt sich schnell und einfach selber machen.
  • Es gibt zwei bewährte Rezepte: Du benötigst entweder einen Mixer oder ein Tuch zum abseihen.
  • Selbst gemachte Hafermilch ist circa 3 Tage haltbar.
  • Ein Liter selbst gemachte Hafermilch ist unschlagbar günstig.
Hafermilch selber machenIch bin ein großer Fan von Hafermilch. Grundsätzlich bin ich bereit für hochwertige Produkte zu bezahlen. Mein Favorit bei Hafermilch-Produkten war bisher immer Alpro, später bin ich auf Oatly umgestiegen.

Das Problem: Mir schmeckt das Zeug ziemlich gut. Aber jedes Mal 2 Euro für 1 Liter Hafermilch auszugeben? Sorry, aber das möchte ich einfach nicht.

Jetzt kommt die Lösung: Du kannst Hafermilch selber machen. Ziemlich einfach sogar.

In diesem Beitrag zeige ich Dir 2 Methoden mit denen Du eine schöne, trinkbare Hafermilch erhältst. Und ich zeige Dir, welche Tipps aus dem Internet Du besser nicht ausprobieren solltest.

Was interessiert Dich?

Warum überhaupt Hafermilch selber machen?

Gestatte mir diesen kurzen Exkurs zum Warum. Mir geht es gar nicht um das Für und Wider von veganer Ernährung. Entweder Du machst das ganz, halb oder eben nicht – I don’t care.

Auch wenn ich pflanzliche Milch sehr sinnvoll finde und sie für mich in jedem Fall ein Alternative zu Kuhmilch darstellt, wird sie doch in Tetrapacks abgefüllt und mit LKWs durch Deutschland gefahren. Damit Du und Ich dann einen Liter Hafermilch aus dem Regal nehmen und uns so viel besser fühlen können.

Klar, manchmal geht das nicht anders. Schließlich kann ich nicht alle Lebensmittel selber anbauen oder ausschließlich unverpackt und regional einkaufen. Und manchmal möchte ich auch einfach nur eine Milchalternative einkaufen und fertig. Soll ja vorkommen.

Aber bei Hafermilch gibt es eine sehr unkomplizierte Lösung. Du benötigst lediglich Wasser aus der Leitung, das Du eventuell noch filterst und Haferflocken. Bam, so einfach.

Also kurzum: Wenn Du Hafermilch selber machst, vermeidest Du Müll. Jede Menge Müll. Und nebenbei schmeckt die Milch ziemlich gut und die Zubereitung ist denkbar simpel. Du weißt was drin ist. In allen industriell hergestellten Produkten sind Zusätze enthalten, damit die Pflanzenmilch länger haltbar ist und (in einigen Fällen) aufschäumbar ist.

Die selbst gemachte Hafermilch Koala-Style

  • wird ein bisschen cremig (also nicht so wässrig)
  • besteht aus 4 Zutaten (nicht aus 15 Zutaten, die nach Chemie-Baukasten klingen)
  • ist 3 Tage haltbar (vielleicht auch 4 – in case danger is your second name)

Überzeugt? Ok, fein – probier gern meine Rezept aus. Ich freu‘ mich auf dein Feedback.

Was ist drin in Hafermilch?

Um Hafermilch selber zu machen, müssen wir uns erst einmal anschauen was drin ist. Haferflocken, Wasser – soweit so klar. Doch wie bekommt die spätere Hafermilch ihre Farbe und Konsistenz?

Ganz ohne Zusätze kommt auch deine DIY-Hafermilch nicht aus. Auch wenn das Internet voll ist mit Anleitungen, die das Gegenteil behaupten.

Meine Erfahrung: Nur Haferflocken, Wasser und eine Prise Salz schmeckt dann eben auch nach Getreide, Wasser und einer Prise Salz. Kein Drama, wenn Du zum Beispiel noch etwas Lupinenmehl verwendest, um daraus einen pflanzlichen Protein-Shake zu machen. Sonst aber geschmacklich eher mittelmäßig.

Also damit das besser wird, habe ich mir angeschaut, was bei Oatly und Co. drin ist.

Was ist drin in Oatly Hafermilch?

Bleiben wir gleich bei meinem aktuellen Hafermilch-Favoriten. Das steht auf der Oatly-Verpackung: Wasser, Hafer 10%, Rapsöl, Säureregulator (Dikaliumphosphat), Calciumcarbonat, Calciumphosphate, Salz, Vitaminen (D2, Riboflavin, B12), Kaliumiodid.

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  • Eifrei, hefefrei, lactosefrei.
  • Milcheiweissfrei, vegetarisch, vegan, ungesuesst.
  • Mit der Barrista-Edition einfach Cappucino oder Latte Macciato genießen.
  • Lässt sich mit den gängigen Milchaufschäumern aufschäumen.

Ok da haben wir es. Rapsöl sorgt für die „Cremigkeit“ – damit das Ergebnis von der Konsistenz her Kuhmilch ähnelt. Kuhmilch hat einen bestimmten Fettanteil. Bei Milchalternativen ist dieser Anteil deutlich niedriger und das merkst Du definitiv. Das ist nicht automatisch schlimm. Aber wenn Dir Hafermilch zu wässrig ist, gib etwas Öl hinzu.

Zurück zu unserem Oatly-Imitat: Salz sorgt für etwas mehr Geschmack. Auf den Zusatz von Kalk, Vitaminen oder einem Trennmittel verzichte ich. Keep it simple, stupid!

Oatly hat noch andere Sorten, die sich zum Teil bei den Zutaten etwas unterscheiden. Zum Beispiel um sich besser aufschäumen zu lassen. (Die Barista-Sorte.)

Um Hafermilch wie Oatly selber zu machen, müssen wir eigentlich nur alles zusammen rühren, oder? Du ahnst es schon: ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Wie kann man Hafermilch selber machen?

So, jetzt geht’s los. Um deine eigene Hafermilch zu machen, brauchst Du nicht viel:

  • 100 Gramm zarte Haferflocken
  • 1000 ml Wasser (ich filtere es nicht extra)
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Prise Salz

Nur wie wird aus diesen Zutaten jetzt Hafermilch? Wenn Du alles aufkochst erhältst Du Porridge und bist damit ziemlich weit von cremiger Hafermilch entfernt. Ich mag Porridge, Overnight Oats und so – aber hey, ich möchte Hafermilch!

Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum in diversen Anleitungen steht, man möge das doch bitte alles erhitzen. (Vielleicht mögen andere Menschen das ja. Oder sie haben allen voneinander abgeschrieben.)

Wie kriegen wir jetzt DIY-Hafermilch ohne Schleim? Das ist das größte Problem gewesen bei meinen Versuchen: Die Haferflocken neigen dazu schleimig zu werden. Jetzt nicht so Ghostbuster-mäßig – aber eben auch nicht so, dass es auch nach 15 Minuten noch appetitlich aussieht.

Aber wir kriegen das hin!

Hafermilch selber machen ohne kochen

Ich habe zwei Rezepte ausprobiert, die ich Dir gerne einmal nähe vorstelle.

  • Haferflocken in kaltem Wasser quellen lassen und anschließend abseihen
  • Haferflocken, Wasser, Öl und Salz im Mixer fein pürieren

Ich verwende hierbei „ganz normale“, feine Haferflocken um meine Hafermilch zu machen. Du kannst natürlich auch mit einer Flockenquetsche arbeiten. Damit kannst Du das volle Haferkorn verwenden und weißt was in der Hafermilch drin ist. Aber mir ist das dann doch zuviel Aufwand. Zudem esse ich auch keine riesigen Mengen Porridge, daher lohnt sich so eine Quetsche für mich nicht.

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Beim Öl scheiden sich die Geister. Ich finde das Ergebnis optisch schöner und den Geschmack runder. Aber ich kann auch verstehen, wenn Du deine Hafermilch möglichst „pur“ haben möchtest. Wichtig ist, dass Du mit dem Öl sehr, sehr sparsam bist, denn kaltgepresstes Öl hat natürlich einen Eigengeschmack.

Du kannst die Hafermilch noch etwas süßen. Agavendicksaft, Xylit, brauner Zucker – was Du halt gerne verwendest oder im Schrank hast.

Mach was Dir schmeckt – das ist hier schließlich kein Wettbewerb.

Methode 1: Haferflocken quellen lassen

Gib den Haferflocken eine Nacht lang Zeit um in kaltem Wasser zu quellen. Wirklich kalt. Nicht lauwarm, nicht heiß. Kalt aus dem Wasserhahn.

Am nächsten Tag kannst Du die gequollene Masse mit einem Nussmilchbeutel oder Leinentuch abseihen. Ich verwende keinen Nussmilchbeutel, sondern ein Leinentuch (mittlere Qualität 240 g /cm2) – damit geht das erstaunlich gut. Den Druck auf die Masse kannst Du leicht erhöhen, wenn Du das Tuch eindrehst.

Ich hab’s auch mit einem Sieb probiert. Das funktioniert grundsätzlich schon. Bei kleineren Mengen ist das eine gute Alternative,

Die so gewonnene Flüssigkeit ist schon trinkbar. Ich habe sie anschließend mit Rapsöl und Salz im Mixer einmal richtig durchgewirbelt. Circa 10 Sekunden reichen vollkommen aus. Das Ergebnis sah im ersten Versuch aus wie Mayonaise, weil ich zuviel Öl hinzugefügt hatte. Also sparsam mit dem Öl sein!

Geschmacklich ist das ganz Ok. Die Farbe hat mich nicht so überzeugt.

Methode 2: Alles im Mixer pürieren

Die andere Methode geht schneller. Alle Zutaten kommen in den Mixer und werden richtig schön fein gemixt. Das dauert bei mir circa 20 Sekunden. (Das ist abhängig von den Umdrehungen des Mixers. Der Omniblend hat richtig viel Power, ein Smoothie-Maker etwas weniger.)

Die Farbe ist etwas dunkler und die „Milch“ hat auch einen leicht anderen Geschmack. Irgendwie markanter, nussiger. Die Konsistenz gefällt mir gut. Das liegt natürlich auch immer etwas an der Mischung von Wasser und Öl. Diese Pflanzenmilch ist auch etwas dickflüssiger. Stört mich nicht, denn ich trink sie pur. Möchtest Du sie jedoch für den Kaffee verwenden, solltest die Hafermilch noch einmal abseihen.

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Hafermilch
Hafermilch selber machen ohne Schleim
Vorbereitung 1
Kochzeit 1
Portionen
4 (250 ml) Gläser
Zutaten
  • 100 g Haferflocken (egal ob grob oder fein)
  • 1000 ml Wasser
  • 1 TL Rapsöl
Vorbereitung 1
Kochzeit 1
Portionen
4 (250 ml) Gläser
Zutaten
  • 100 g Haferflocken (egal ob grob oder fein)
  • 1000 ml Wasser
  • 1 TL Rapsöl
Hafermilch selber machen ohne Schleim
Anleitungen
  1. Wasser, Öl und Haferflocken in den Mixer geben
  2. 30 Sekunden mixen
  3. Mit Nussmilchbeutel oder Sieb abseihen (optional)

Die Mixer-Methode gefällt mir grundsätzlich besser, weil sie etwas weniger aufwändig ist.

Ich verwende übrigens den OmniBlend V. Ideal auch für harte Nusskerne, also wenn Du Mandelmus selber machen möchtest etc.

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Häufige Fragen zu DIY-Hafermilch

Wie lange ist selbst gemachte Hafermilch haltbar?

Ich fülle die Milch in ein Weckglas und verschließe sie mit einem Deckel und Gummiring. Das hat keinen speziellen Grund, sondern ich kann die breiten Rundgläser mit 60 mm Öffnung halt gut befüllen.

Im Kühlschrank ist diese Hafermilch problemlos 3 Tage haltbar.

Brauche ich unbedingt einen Nussmilchbeutel?

Nein, es geht auch mit einem Leinentuch. Ein Baumwoll-Geschirttuch würde ich nicht verwenden. Wenn Du Hafermilch öfter selber machen möchtest, kannst Du dir natürlich so einen Nussmilchbeutel zulegen. Aber so viel kann man damit auch nicht erleben.

Ich hatte mal einen Nussmilchbeutel zu Hause. Mit 30 x 30 cm war das Teil auch groß genug. Aber es war nicht richtig feinmaschig, sodass ich viele Rückstände in meiner Hafermilch hatte. Das halb-feste Teigtuch funktioniert hingegen super und ich benutze es auch beim Backen.

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Was kostet selbst gemachte Hafermilch?

Der Preis ist unschlagbar günstig. Für einen Liter Hafermilch benötigst Du lediglich 100 Gramm Haferflocken und Leitungswasser. Ich würde hier mal pauschal 30 Cent ansetzen.

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