- Ein „Komposteimer“ in der Küche verhindert Fruchtfliegen. Es ist jedoch kein richtiger Kompostbehälter.
- Durch den integrierten Aktivkohlefilter bilden sich keine Gerüche.
- Achtung: Sehr günstige Modelle aus „Edelstahl“ rosten schnell.
- Ein hochwertiger Komposteimer kostet ca. 30 Euro.
Im Sommer hatte ich häufig mit Fruchtfliegen zu kämpfen. Also Essig und Spülmittel zur Hand genommen und versucht Abhilfe zu schaffen. Das Problem ist jedoch, dass unwahrscheinlich schnell neue Fliegen da waren.
Das Problem war der Plastikeimer ohne Deckel in dem ich kompostierbare Schalen gesammelt habe. Zum Glück gibt es da eine Lösung. Du ahnst es schon: ein Komposteimer. Klingt nicht so aufregend, ist aber eine sinnvolle Anschaffung und hilft gegen Fruchtfliegen in der Küche.
Was interessiert Dich?
Ensteht im Komposteimer Humus?
In einem Komposteimer entsteht kein Humus. Die Bezeichnung ist etwas unglücklich gewählt.
Unter der Bezeichnung Komposteimer werden verschiedene Mplleimer angeboten, die besonders zuverlässig Fruchtfliegen verhindern und Gerüche unterdrücken. Dazu haben die hochpreisigeren Modelle einen Aktivkohlefilter. Günstigere Eimer haben einfach nur einen Deckel der besonders dicht abschließt.
Es gibt tatsächlich auch Eimer in denen zwar kein Humus aber ein Flüssigdünger entsteht. In einem Bokashi-Eimer entsteht Dünger durch Fermentation. Das ist eher eine Alternative zum Komposthaufen oder einer Wurmkiste. Das Fassungsvermögen von einem Bokashi-Eimer ist jedoch relativ gering. Wenn Du viel Obstabfälle hast, ist das keine gute Alternative.
Wie entstehen Fruchtfliegen?
Fruchtfliegen legen ihre Eier auf der Obstschale ab. Wenn Du Äpfel kaufst und und diese dann in deiner Küche liegen, schlüpfen die Fliegen. Deswegen sind Obstfliegen nicht nur ein Problem in der Küche, sondern auch auf dem Kompost.
Ciao Fruchtfliegen
Im Sommer sind Fruchtfliegen am Biomüll und auch am Kompost ein Ärgernis. Aber wir müssen auch realistisch bleiben: Die meisten Komposteimer werden gelobt, weil sie ganz Ok aussehen und sich keine unangenehmen Gerüche bilden. Bringst Du den Müll jedoch nicht innerhalb von zwei Tagen raus, hilft auch ein Komposteimer nicht mehr.
Ich nutze einen Komposteimer mit 4 Liter Volumen und wir sind 4 Personen. Am Ende eines Tages ist dieser Eimer gut gefüllt – aber der Deckel geht noch problemlos drauf. Da passen eine Menge Kartoffelschalen, Bananenschalen, Kaffeesatz etc. rein.
Ich spüle das Ding mit dem Gartenschlauch. Kleinere Eimer können auch in der Spülmaschine gereinigt werden.
So erkennst Du einen guten Komposteimer
Jetzt wird es spannend. 10 – 30 Euro sind reserviert. Nur welcher Komposteimer funktioniert denn nun wirklich?
Gutes Feedback bekommen die meisten der angebotenen Eimer. Weil, na weil es eben Eimer sind. Die Anforderungen an so einen Eimer sind ja jetzt nicht wahnsinnig komplex. Der Deckel soll halt gut schließen. Wenn das Ding neu ist, funktioniert das in aller Regel auch gut. Und das ist häufig auch der Zeitpunkt, an dem Bewertungen geschrieben werden.
Ich find‘ einen Henkel ganz praktisch. Also wenn wir schon bei eher banalen Anforderungen sind. Auffallend viele Komposteimer im Sortiment von Amazon haben keinen Henkel.
Vorsicht, dünnes Blech
Wenn ich mich so durchs Internet lese, wird eines ganz häufig erwähnt: Besonders hochwertige Komposteimer sind aus Edelstahl. Stimmt, das? Steht ja schließlich im Internet. Tatsächlich rosten auffällig viele Komposteimer aus rostfreiem Edelstahl. 😉
Mit längerer Nutzungsdauer kann sich so ein Eimer verformen. Je nachdem wie liebevoll Du mit dem Komposteimer umgehst. Dünnes Blech, das von den Herstellern als Edelstahl angepriesen wird, verformt sich eben schnell. Dann schließt da auch nix mehr dicht ab und die Fruchtfliegen sind wieder am Start.
Komposteimer aus Kunststoff sehen natürlich weniger schick aus – dafür verformen und rosten sie definitiv nicht.
Ich bin jedoch kein Fan von Kunststoff und habe mich daher für einen Eimer aus Edelstahl entschieden.
Ist ein Aktivkohlefilter sinnvoll?
Mein Komposteimer hat einen Einsatz für Aktivkohlefilter. In der Praxis habe ich jedoch keinen Unterschied bemerkt. Das liegt sicherlich daran, dass ich den Eimer jeden Tag zum Kompost bringe und sich daher keine richtig fiesen Gerüche bilden. Grundsätzlich ist so ein Filter nicht notwendig und verursacht langfristig auch Kosten durch den Nachkauf.
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Ein Komposteimer müsste zwei Dinge mitbringen: ein Verschluss gegen Eindringen oder Entfliehen von Fliegen. Und eine fliegensichere Lüftung. Ohne Lüftung verdampft die Flüssigkeit nicht und es entsteht enormer Schimmel.
Eine alternative Lösung wäre ein System, das den Kompost unattraktiv macht für Fliegen und Schimmel. Z.B. ein Streumaterial wir bei Komposttoiletten, das die Feuchtigkeit aufsaugt und die für Fliegen attraktive Leckerhäppchen abdeckt. Ohne solche Lösungen bleibt das alles ein leidiges Thema für alle, die wirklich viel Gemüse essen. Denn mit einem 5 Liter Eimer brauchen wir gar nicht anfangen, wenn man den Bioabfall später dann auch selbst zu Kompost machen will.