Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Flockenquetsche kannst Du verschiedene Getreidekörner pressen.
  • Es gibt handbetriebene und elektrische „Flocker“.
  • Unterschiede gibt es bei den verbauten Walzen, der Einfüllmenge und der Handhabung.
  • Eine hochwertige Flockenquetsche kostet circa 130 Euro.

Haferflocken sind kein Geheimtipp. Schon klar. Aber die Haferflocken, die im Supermarkt stehen, sind sehr lange haltbar. Warum das so ist? Sie wurden erhitzt, damit sie nicht verderben.

Das Problem liegt auf der Hand: Durch Hitzeeinwirkung nehmen die enthaltenen Nährstoffe Schaden. Trotzdem sind Haferflocken natürlich eine gesunde Alternative zu Kornflakes. Aber es geht eben auch noch einen Tick besser.

Du kannst deine Haferflocken selber machen. Dafür benötigst Du eine Flockenquetsche, die sich allerdings nur lohnt, wenn Du regelmäßig Getreideflocken benötigst.

Was interessiert Dich?

Wie funktioniert eine Flockenquetsche?

Mit einer Flockenquetsche kannst Du nicht nur Haferflocken selber machen, sondern auch viele andere Getreidesorten und Gewürze quetschen. Das Prinzip dahinter kennst Du vielleicht von Omas alter Kaffeemühle. Mit dem Unterschied, das in Flockenquetschen kein Mahlwerk verbaut ist, sondern Edelstahlwalzen.

Aber die Anwendung ist immer gleich: Oben kommen die Getreidekörner rein, unten kommen die Getreideflocken raus. Im großen Maßstab wird so etwas auch industriell verwendet. Pferde mögen auch lieber gequetschtes Getreide, weil es besser verdaulich ist.

Grundsätzlich handelt es sich bei den sogenannten Flockern also um ziemlich simple Technik. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Getreidemühle erst einmal eine große Investition darstellt.

Bei modernen Flockenquetschen gibt es schon ein paar Unterschiede. Der größte Unterschied ist der „Antrieb“:

  • elektrische Flockenquetsche (Du musst nix machen.)
  • manuelle Flockenquetschen (Tja, es lebe der Handeinsatz.)

Wenn Du nur gelegentlich Körner für dein Müsli quetschen möchtest, ist ein elektrischer Getreidequetscher sicherlich etwas viel des Guten. Diese Geräte benötigen natürlich Strom, dadurch bist Du in der Handhabung nicht so flexibel. Mit den Keramikwalzen sind die Modelle jedoch deutlich robuster und können auch eine größere Menge Körner pro Minuten quetschen.

Beim Stöbern habe ich eine Getreidemühle entdeckt, die Fidibus heißt. Find‘ ich witzig. #hokuspokus

KoMo Fidibus 21 Getreidemühle (250 Watt, Holz)
  • 250 Watt, mahlt 100 Gramm Weizen pro Minute
  • Gehäuse und Trichter aus massiver Buche
  • Dieses Gerät hat das Zertifikat TÜV GS – geprüfte Sicherheit
  • 12 Jahre
  • Für Weichgetreide (wie Weizen, Dinkel, Roggen, Einkorn etc. ) und Gewürze geeignet

Aber zurück zu den handbetriebenen Getreidequetschern. Hier hast Du die Wahl zwischen Tischmodell und Wandmodell.

Am bekanntesten sind die Geräte, die an der Tischkante befestigt werden und eine Kurbel haben (Handbetrieb). An der Oberseite befindet sich ein breiter Trichter für einfacheres Befüllen.

KoMo Flocino Flockenquetsche (Handflocker, verstellbar)
  • Quetschmenge bei Hafer fein 80-130 Gramm pro Minute
  • Gehäuse und Trichter aus lebensmittelechtem Kunststoff
  • Quetschwerk: Walzen und Achsen aus Edelstahl
  • Wir geben 3 Jahre Garantie auf unseren Flocino
  • Für Weichgetreide, Ölsaaten und Gewürze

Es gibt auch Geräte, die an der Wand befestigt werden. Aber wie bei den elektrisch betriebene Flockenquetschen denke ich, dass solche Geräte eher in der Gastronomie beziehungsweise bei Hotels mit Frühstücksbuffet zum Einsatz kommen.

Rein von der Optik sind wir dann aber wieder bei Omas Kaffeemühle. Hat ja auch einen gewissen Charme.

Vorteile von Flockern

Getreide enthält pflanzliche Fettsäuren, die im Korn drin sind. Bei der Lagerung von Getreide passiert hier also nicht viel und das Getreide ist sehr lange haltbar. Wird das Getreide gemahlen oder gequetscht, kommen die Fettsäuren mit Sauerstoff in Berührung und sind ohne weitere Bearbeitung nicht mehr „unendlich lang“ haltbar.

Der wesentliche Vorteil bei der Benutzung eines „Flockers“ ist meiner Meinung nach gar nicht die Funktionsweise oder das Ergebnis, also das Zerquetschen von Getreideflocken. Die Flocken sehen genauso aus, wie die aus dem Supermarkt. Aber die Haferflocken sind frisch. Du kannst dir einen kleinen Vorrat anlegen und zügig aufbrauchen.

Daher müssen die Haferflocken nicht erhitzt (pasteurisiert) werden. Und in „frisch gequetschten“ Flocken sind alle Vitamine und Fettsäuren enthalten.

Deswegen ist der einfache Preis-pro-Kilogramm-Vergleich nicht zielführend. Während eine Tüte industriell hergestellte Haferflocken 50 Cent kostet, schlägt eine solche Flockenpresse mit circa 130 Euro zu Buche. 10 Kilogramm Haferflocken in Bio-Qualität bekommst Du für circa 30 Euro.(Bedenke bitte, dass Du das Getreide auch noch trocken lagern musst.)

Beim Preis pro Kilogramm ist das Supermarkt-Produkt also viel weiter vorn. Der Vorteil beim Selbermachen liegt in den bewahrten Inhaltsstoffen. Wenn Du dich ausgewogen und vollwertig ernähren möchtest, sind selbst-gequetsche Haferflocken (und jede andere Getreidesorte) eine gute Option.

Don’t get me wrong: Haferflocken aus dem Supermarkt haben in jedem Fall ihre Berechtigung. Du musst ja nicht gleich eine eigene Flockenquetsche kaufen. Häufig haben auch Unverpackt-Läden eine Quetsche oder Du teilst Dir so ein Gerät mit Freunden. (Netflix und nebenbei Haferflocken machen. #yolo)

Welches Getreide kann ich selber quetschen?

So einfach eine Flockenquetsche in der Theorie ist, so komplex kann es dann in der Praxis werden. Abgesehen davon, dass Du auch erst einmal die Getreidekörner kaufen musst, kannst Du nicht einfach drauflos quetschen.

Wie groß die Körner sind, ist erst einmal egal, denn Du kannst Die Stahlwalzen verstellen. Somit kannst Du Hafer quetschen, aber auch viel kleinere Körner, wie Amaranth.

Während elektrische Getreidemühlen (zum Beispiel die Fidibus Getreidemühle mit 250 Watt) ordentlich Power haben, sind Flockenquetschen etwas schwächer. Harte Körner, wie Weizen oder Dinkel, müssen eingeweicht werden. Das gilt auch für „größeren“ Pseudogetreide-Sorten, also zum Beispiel Buchweizen.

Wichtig ist, dass die gewässerten Körner trocken getupft werden und noch ein paar Stunden ruhen können. Es soll auf keinen Fall ein Wasser-Körner-Brei entstehen.

Wie genau das also zum Beispiel mit Chia funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Wenn Du Chia wässerst, erhälst Du eine sehr weiche Masse – den sogenannten Chia-Pudding.

Ansonsten kannst Du eigentlich alle Getreide-Sorten quetschen. Die einzige Ausnahme bilden Maiskörner – die lassen sich mit einer Flockenquetsche nicht bearbeiten. Die Körner sind etwas zu groß und enthalten vergleichsweise viel Wasser.

Ölighaltige Kerne, zum Beispiel Sonnenblumenkerne, können problemlos gequetscht werden.

  • Weizen
  • Dinkel
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Buchweizen (Pseudogetreide)

Lohnt sich eine Getreidequetsche?

Ich bin kein Hardcore-Haferflocken-Fan. Ich mag die schon gern, um zum Beispiel Hafermilch selber zu machen. Oder für Porridge und zusammen mit Obst als Shake. Aber ich verwende einfach keine großen Mengen davon, deswegen habe ich selber keine Flockenquetsche oder eine Getreidemühle.

Ich hab‘ schon ein paar Mail mit dem Gedanken gespielt mir eine Flockenquetsche zu kaufen. In diesem Fall würde ich ein Modell von Komo nehmen, die mir optisch auch sehr gut gefallen.

KoMo Flocino Flockenquetsche (Handflocker, verstellbar)
  • Quetschmenge bei Hafer fein 80-130 Gramm pro Minute
  • Gehäuse und Trichter aus lebensmittelechtem Kunststoff
  • Quetschwerk: Walzen und Achsen aus Edelstahl
  • Wir geben 3 Jahre Garantie auf unseren Flocino
  • Für Weichgetreide, Ölsaaten und Gewürze

Gegenwärtig ist es jedoch so, dass ich vorwiegend Haferflocken im Supermarkt kaufe. Gelegentlich quetsche ich im Unverpackt-Laden meines Vertrauens ein paar andere Ur-Getreide-Sorten und auch Haferflocken – allerdings nur, wenn ich sowieso dort bin.

Wenn ich mal günstig eine gebrauchte Flockenquetsche bekomme, werde ich diese auch regelmäßig für Müsli und Porridge verwenden. Frische Flocken schmecken mir besser und es sind weniger Inhaltsstoffe verloren gegangen.

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