- Die Barista-Sorten sind besser für selbst gemachten Milchschaum geeignet.
- Die Hafermilch muss richtig kühl sein – am besten direkt aus dem Kühlschrank.
- Das Ergebnis wird homogener, wenn Du nach dem Aufschäumen das Milchkännchen etwas klopfst und kreisen lässt.
- 1 Liter Barista-Hafermilch kostet ungefähr 1,30 – 2,50 Euro – je nach Marke.
Milch aufschäumen ist keine große Sache, oder? Aber warum ist der Cappuccino im Café immer einen Tick besser als zu Hause?
Gibt es eine Geheimzutat? Liegt es am Zubehör? Oder entscheidet am Ende Temperatur und Fingerfertigkeit über den perfekten Milchschaum?
Während mein Computer bei sommerlichen Temperaturen irgendwas berechnet, habe ich zwei Stunden verschiedene Milchsorten aufgeschäumt. Ist ja schließlich auch ein wichtiges Thema.
Was interessiert Dich?
Wie kommt die Luft in den Milchschaum?
Wenn es um den perfekten Milchschaum geht, kommt es in erster Linie auf die richtige Milchsorte an. Dabei ist es erstmal gal ob pflanzliche Alternativen oder Kuhmilch – guter Milchschaum braucht Fett und Protein.
Je höher der Fettgehalt der Milch, desto besser. Das hat einen ganz simplen Grund: Die Eiweißmoleküle der Milch schließen die Luftbläschen ein. Damit der Milchschaum auch schön cremig wird, darf die Milch nicht zu fettarm sein. Ich habe gute Erfahrungen mit 3,5 und 3,8 % gesammelt (Kuhmilch).
Aber wie schaut es mit Hafermilch aus?
- ✔︎ BEVORSTEHENDER SORTIMENTSWECHSEL Dieses Modell wird nicht mehr produziert und durch eine neue Generation ersetzt – nur solange der Vorrat reicht.
- ✔︎ VIELSEITIG, DAS GANZE JAHR Perfekt zum Einkochen von Obst & Gemüse, für Glühwein, Suppen, Fleisch & Wurst, Bierbrauen oder Sous-vide.
Die Standard-Hafermilch (als wenn jemand ernsthaft „Pflanzendrink“ oder „Milchalternative“ sagen würde) sind so eine Sache für sich. Mal hat es mit dem Aufschäumen gut geklappt, am nächsten Tag wieder nicht.
Mittlerweile gibt es von Oatly und vielen anderen Marken auch Sorten, die speziell für Milchschaum sind. Diese erkennst Du am Zusatz „Barista“.
Diesen Milchalternativen wurden mehr Zusatzstoffe hinzugefügt, sodass das Aufschäumen erleichtert wird. Bei den Zutaten gehen die Meinungen auseinander. Zucker ist nicht in allen Produkte enthalten, aber ohne Fett (Öl) und Emulgatoren (zum beispiel Sonnenblumenlecithin) kommt keine Pflanzenmilch aus. Etwas detaillierter habe ich das in meiner Anleitung zum Hafermilch selber machen beschrieben.
Ich habe die Barista Hafermilch Varianten von Oatly, DM und Rossmann ausprobiert.
Machen wir es kurz: Mit allen kriegst Du soliden Milchschaum hin. (Im Gegensatz zu Mandelmilch, Lupinenmilch oder Sojamilch.)
Beim Preis und Geschmack gibt es aber schon ein paar Unterschiede.
Praxiserfahrung mit Barista-Pflanzenmilch
Da Hafermilch schneller heiß wird als Kuhmilch, muss die Hafermilch zum Aufschäumen richtig kalt sein. Nimm sie am besten direkt aus dem Kühlschrank. Das Kännchen kann auch im Kühlschrank stehen – muss aber nicht.
In der Handhabung unterscheidet sich das Aufschäumen nicht von Kuhmilch. Die Hafermilch gewinnt durch die Dampfdüse schnell an Volumen (circa einen halben bis einen ganzen Zentimeter) und bekommt ziemlich feine Luftbläschen.
Für deinen Kaffee ist das egal. Wenn Du aber Latte Art machen möchtest, klopfe und kreise das Kännchen, damit die Flüssigkeit etwas homogener wird. (Detaillierte Anleitungen für Latte Macchiato mit Hafermilch findest Du bei Youtube.)
Koala, welches Zubehör nutzt Du?
Ich nutze für den morgendlichen Milchschaum einen elektrischen Milchaufschäumer und für den Kaffee eine handliche Mokkakanne. Das ist vorwiegend meiner Bequemlichkeit geschuldet.
Für Latte Art greife ich zur Dampflanze und einer (Einsteiger-)Siebträgermaschine.
Mit beiden Varianten bekomme ich guten Milchschaum hin. Aber nur mit der Dampflanze ist es möglich, den Schaum wirklich „auf den Punkt zu kriegen“.
Ein kleines Kännchen darf natürlich nicht fehlen!
Mein Hafermilch-Favorit für Latte Art
Latte Art zu lernen geht eigentlich recht einfach. Es gibt sehr viele Anleitungen dazu bei Youtube. Ich bin mit meinen Ergebnissen ziemlich zufrieden.
Allerdings merke ich schon einen deutlichen Unterschied zwischen Kuhmilch und Hafermilch. Sagen wir mal so: Bei Hafermilch passiert es schnell, dass die Latte Art nicht so gut wird, weil Milch und Schaum zu dünn sind. Aber das ist auch ein bisschen von meiner Tagesform abhängig. 😉
Die Barista-Sorte von Oatly verhält sich am ähnlichsten zu Kuhmilch und hat auch keinen markanten Eigengeschmack. Bei der DM Hafermilch schmecke ich etwas mehr den Hafer raus, während Rossmann etwas nussiger ist.
Mein Favorit ist die DM Hafermich, denn sie schmeckt mir am besten und kostet deutlich weniger, als die Variante von Oatly.
Schreib gern deinen Favoriten und Tipps in die Kommentare!
