Das Wichtigste in Kürze
  • Amaranth gehört zu den Pseudogetreiden.
  • Die kleinen Körner sind glutenfrei.
  • Ursprünglich stammt Amaranth aus Südamerika.
  • Amaranth ist problemlos erhältlich. 1 Kilogramm kostet circa 5 Euro.

AmaranthSchon vor 3.000 Jahren war Amaranth bekannt. Die Mayas und Inkas haben die kleinen Hirse-ähnlichen Körner als gesundes und außergewöhnliches Nahrungsmittel geschätzt.

Lange war das Pseudogetreide in Europa in Vergessenheit geraten und erfreute sich vorwiegend in Mexiko großer Beliebtheit.

Heute gelten die kleinen Samenkörner auch in Europa als gut verträgliche Alternative zu Getreide. Durch die gesunden Inhaltsstoffe wird Amaranth immer beliebter und wird häufig als Superfood angepriesen.

Ich mag besonders gepoppten Amaranth aber auch das Amaranthmehl hab‘ ich in der Küche im Einsatz.

Was interessiert Dich?

 

Herkunft von Amaranth

Die anspruchslose und pflegeleichte Amaranth-Pflanze (Amaranthus cruentus) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und stammt ursprünglich aus Südamerika. Jaja, klingt erstmal komisch. Tatsächlich ist das durchaus bedeutsam, denn damit gehört die Pflanze nicht zu den Süssgräsern. Es handelt sich also nicht um ein Getreide, sondern um ein sogenanntes Pseudogetreide.

Die Amaranthpflanze benötigt viel Sonne und Wärme um gut zu gedeihen. Wenn Du also einen solchen Platz zur Verfügung hast, kannst Du sogar versuchen eigenen Amaranth im Garten anzupflanzen. Die dunkelroten Blütendolden sind sehr schön anzuschauen. Hier reifen die kleinen Körnchen (Kapselfrüchte) und können im späten Herbst geerntet werden. Sobald die Blütenstände trocken sind, fallen die Amaranth-Körner heraus.

Was macht Amaranth so besonders?

Amaranth ist eine kohlenhydratarme und glutenfreie Getreidealternative. Die kleinen Körner sind reich an wertvollen Proteinen und Ballaststoffen. Speisen mit hohem Amaranthanteil sind daher sehr sättigend.

Ich schätze das Pseudogetreide vorwiegend wegen der Nährstoffe.

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Andere Menschen greifen zu Amaranth, weil es glutenfrei ist. Wenn Du also aus gesundheitlichen oder auch persönlichen Gründen eine glutenfreie Ernährung anstrebst, ist Amaranth eine gute Alternative zu Lebensmitteln, die aus Getreideprodukten hergestellt werden.

Amaranth ist eine solide Grundlage vor einem längeren Lauf. Die Pops liegen nicht schwer im Magen. Zusammen mit etwas Banane komme ich gut über längere Distanzen. Früher hatte ich häufig Wadenkrämpfe und hab‘ daher verschiedene Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Aber das war mir auf Dauer einfach zu teuer. Pseudogetreide sind insgesamt eine sehr gute Ergänzung des Speiseplans – egal ob Sportler*in, oder nicht.

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Inhaltsstoffe von Amaranth

NährstoffMenge
Kalorien371 Kcal
Fettgehalt7 g
Eiweiß15 g
Kohlenhydrate66 g

Amaranth ist reich an Protein und Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren und kann insbesondere durch viel Calcium und Eisen punkten.

Das Powerkorn zählt neben Buchweizen und Quinoa als Getreidealternative zu den basischen Lebensmitteln. Amaranth enthält die essentiellen Omega 3 und Omega 6-Fettsäuren in großer Menge. (Diese Fettsäuren kann der Körper nicht selber herstellen, deswegen müssen sie die Nahrung zugeführt werden.)

Lysin ist eine der Aminosäuren, die dem Körper zugeführt werden müssen, da körpereigene Eiweißmoleküle damit aufgebaut werden. Amaranth enthält besonders viel davon. Insbesondere für die Knochengesundheit ist diese Aminosäure wichtig.

In dem kleinen, nussig schmeckenden Amaranth-Korn sind zudem viele wichtige Spurenelemente und Vitamine enthalten. Amarant ist besonders eisenreich, Magnesium und Calcium sind ebenfalls in hoher Dosis vorhanden.

enthaltene Vitamine in Amaranth enthaltene Mineralstoffe in Amaranth

Viel pflanzliches Protein in Amaranth

Bei Amaranth ist der Eiweißgehalt höher als bei anderen Getreidesorten. Das pflanzliche Protein aus Amaranth ist gut verträglich und kann vom Körper leicht in Nahrungsprotein umgewandelt werden.

Um das mal einzuordnen: Hühnereiweiß hat eine Wertigkeit von 100. Eiweiß aus Amaranth hat die biologische Wertigkeit von 75.

Wenn Du also aus irgendwelchen Gründen die Menge des zugenommenen Proteins überwachst, schau dir mal Amaranth an. (Hier habe ich noch mehr zu veganen Proteinquellen geschrieben.)

Zu „Biologische Wertigkeit“ gibt es zum Teil widersprüchliche Informationen. Aus meiner Erfahrung sind Kraftsport-Webseiten keine seriöse Quelle, wenn es um die Beurteilung von Nährwerten von Lebensmitteln geht. Hier wird mit dem BW-Wert häufig Molkenprotein angepriesen.

Ich war lange Zeit auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen zu Proteinshakes, weil ich mit fiesen Bauchschmerzen zu kämpfen hatte. Mit Lupinenmehl habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht und durch den Proteingehalt benötige ich nur wenig von dem Pulver. Nach dem Training habe ich manchmal aber richtig Hunger – da hilft kein Shake.

In diesem Fall greife ich zu Sojajoghurt und streue etwas gepopptem Amaranth drüber. Der Vorteil: Das Hungergefühl nimmt schnell ab. Und im Gegensatz zu tierischem Protein vertrage ich es besser. Gepoppter Amaranth ist zudem problemlos bei Rossmann oder im gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Amaranthmehl

AmaranthmehlAmaranthmehl klingt erst einmal etwas exotisch. Genau wie die kleinen Körner handelt es sich bei dem Mehl um eine solide Proteinquelle.

Das Mehl ist nicht ganz so fein, wie Weizenmehl. Dafür ist es glutenfrei und enthält circa 14 Gramm hochwertiges Protein und essentielle Aminosäuren.

Mit gekochten Amarath-Körnern kannst Du nicht gut backen. Mit Amaranthmehl kannst Du circa ein Drittel der angegebenen Mehlmenge beim Brotbacken ersetzen. Da das Mehl glutenfrei ist und daher nicht klebt, kann es jedoch nur in Verbindung mit anderen Mehlsorten zum Backen verwendet werden.

Wenn Du ein glutenfreies Brot backen möchtest, dann kann Amarathmehl eine Grundlage sein. Zusammen mit Hirsemehl und „Kleber“ (zum Beispiel Pfeilwurzelmehl) lassen sich Fladen backen, die schön luftig sind.

Mittlerweile ist Amaranthmehl gut verfügbar. Gelegentlich findest Du es im Discounter (zum Beispiel bei Penny) und online ist es zu einem fairen preis in Bio-Qualität erhältlich. 1 Kilogramm Bio-Amaranthmehl kostet circa 10 Euro.

Häufige Fragen zu Amaranth

Wie wird Amaranth gekocht?

Wenn Du Reis kochen kannst, kommst Du auch mit Amaranth klar. Vor dem Kochen müssen die Körnchen mit kaltem Wasser gut durchgespült werden. Das gelingt am Besten in einem Sieb unter fließendem Wasser.

Anschließend kannst Du die Amaranth-Körnchen mit der doppelten Menge Wasser kochen. Nachdem sie einmal aufgekocht sind, lasse ich sie ungefähr 25 Minuten leicht köcheln.

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Ich mag gekochten Amaranth nicht besonders. Da greife ich lieber zu Quinoa. Aber grundsätzlich kannst Du es als Beilage oder in Salaten verwenden.

Wie schmeckt Amaranth?

Der Geschmack von Amaranth ist leicht nussig. Ich hab‘ verschiedene Sorten probiert und kaufe in der Regel Bio-Amaranth im Angebot. Wenn Du online kaufen möchtest, empfehle ich dir dieses Produkt. 

Wie wird gepoppter Amarath gemacht?

Gepoppter Amaranth ist vergleichsweise teuer. Du kannst Amarathpops aber auch leicht selber machen!

In einer Pfanne werden die Amaranth-Körnchen ohne Fett bei großer Hitze einmal durchgeröstet und dann sofort von der Herdplatte genommen. (Wirklich nur kurz!)

Aber Vorsicht: Die Samen brennen sehr leicht an. Am besten eignet sich eine Pfanne mit Glasdeckel, damit Du siehst, wie die Körnchen aufpoppen.

Amarathpops passen prima zu Müsli und Joghurt. In einem Glas lassen sie sich auch problemlos mitnehmen und weichen nicht durch.

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