Das Wichtigste in Kürze
  • Buchweizen ist ein basisches, glutenfreies Pseudogetreide.
  • Die kleinen Körner können roh gegessen, gekocht oder gekeimt werden.
  • Neben Buchweizenkörnern gibt es noch Buchweizenflocken und gepufften Buchweizen.
  • Buchweizen ist sehr gut verfügbar. 1 Kilogramm kostet circa 7 Euro.

BuchweizenBuchweizen waren für mich lange das unsexy Zeug aus dem Reformhaus. Buchweizen-Pancakes die Höchststrafe.

Mittlerweile werden die kleinen Körner als Superfood gehandelt. Allerlei heilsame Wirkungen, zum Beispiel gegen Diabetes oder Bluthochdruck werden Buchweizen gleich auch noch zugeschrieben.

Naja, gesichert ist, das Buchweizen viele Enzyme, Vitalstoffe, hochwertige Mineralien und leicht verdauliche Proteine enthält. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung ist Buchweizen also sicherlich eine gute Ergänzung des Speiseplans.

Für mich noch einen Tick wichtiger: Buchweizen gehört zu den basischen Lebensmitteln. Und mit einem kleinen Trick schmeckt es mir auch etwas besser!

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Herkunft von Buchweizen

Die Pflanze mit dem botanischen Namen Fagopyrum zählt zu den Pseudogetreiden. Die botanische Familie sind Knöteriche (Polygonaceae), von denen es mindestens 15 Arten in Eurasien und Ostafrika gibt. Viele Unterarten der Knöteriche gedeihen in China in Höhenlagen bis zu 3400 m, die Menschen kultivieren sie dort seit Jahrtausenden.

Auch in Afrika zählt Buchweizen zu den Grundnahrungsmitteln. In Österreich wurde er 1442 erstmals erwähnt. Dort gehört er ebenfalls als fester Bestandteil zur Küche.

Nährstoffe von Buchweizen

Das Pseudogetreide Buch­wei­zen ist gegenüber echtem Getreide deut­lich rei­cher an Nähr- und Vi­tal­stof­fen. Während Canihua und Amaranth eine gute pflanzliche Proteinquelle sind, spielt das bei Buchweizen eine untergeordnete Rolle.

Der Proteinanteil liegt ge­ring­fü­gig unter dem von Wei­zen. Doch im Gegensatz zum Getreide sind im Buch­wei­zen die acht es­sen­zi­el­len Ami­no­säu­ren enthalten. Sie weisen zudem ein güns­ti­ge­res Ami­no­säur­e­pro­fil als bei herkömmlichem Ge­trei­de auf.

NährstoffMenge
Kalorien341 Kcal
Fettgehalt1,7 g
Eiweiß10 g
Kohlenhydrate71 g

Die Buchweizenkörner enthalten Vitamine des B-Komplexes, darunter B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin). Letzteres unterstützt beim Stoffwechsel die Freisetzung von Energie aus Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten. Auch Vitamin B6, Vitamin K, Thiamin, Folsäure und Cholin sind enthalten.

Was macht Buchweizen so gesund?

Tjo, aber irgendwas gesundes findest Du eigentlich in jedem natürlichen Lebensmittel. Also was macht Buchweizen jetzt so besonders?

Buchweizen enthält viel Magnesium. Gut also, wenn Du Ausdauersport machst.

Daneben hat Buchweizen viele sogenannte Ballaststoffe (schreckliche Fehlbeschreibung übrigens). Ballaststoffe sind wichtig – nicht nur für eine gute Verdauung.

In 100 Gramm Buchweizen sind circa 10 Gramm pflanzliches Protein enthalten. Wichtig für das Muskelwachstum und auch für Veganer*innen problemlos essbar.

Besonderheit bei Buchweizen: Es enthält den Stoff Le­zi­thin. Dieser Buchweizenbestandteil unterstützt unser Gehirn. Er enthält Phos­pho­li­pi­de, die ein wesentlicher Bestandteil der Hirnstruktur sind.

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Glutenfreie Alternative zu Getreide

Die „Früchte“ des Buchweizens enthalten kein Gluten. Wenn dich das bisher nicht interessiert hat, kannst Du dich glücklich schätzen. Ob Unverträglichkeiten jetzt zunehmen oder nicht: Viele Menschen suchen nach glutenfreien Alternativen zu Getreide.

Es gibt eine paar Mehlsorten, die von Natur aus glutenfrei sind. Buchweizenmehl gehört dazu.

Das Buchweizen bei Glutenunverträglichkeit und Zöliakie problemlos gegessen werden kann, gilt als gesichert. Anders sieht es bei vermeintlichen Heilwirkungen aus. Hier gibt’s im Internet die wildesten Sachen zu lesen. Da werden viele Sachen durcheinander geworfen oder irgendwelche Studien als Beleg hervorgekramt.

Häufig ist dann zu lesen, dass Buchweizen den Blut­zu­cker­spie­gel re­gu­lie­ren kann. Oder Diabetes „heilt“. Nicht zu vergessen, dass Herz- und Nie­ren­erkrankungen oder Blut­hoch­druck vorgebeugt wird.

Du merkst schon: Ich bin da skeptisch. Eine gesunde Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf Nervengifte ist sicherlich gute Empfehlung. Und Buchweizen ist ein hochwertiges Nahrungsmittel. Aber ohne Bewegung und in Kombination mit Zigaretten und Alkohol wird auch Buchweizen nichts reißen.

Mit Buchweizen Kochen & Backen

Trockener Buchweizensamen kann mo­na­telang gelagert werden, doch durch das Befeuchten wird er in relativ schnell zum Keim­ling. Das Keimen erfolgt nach der Zugabe von Wasser bei Zimmertemperatur und dem anschließenden Abwaschen der entstehenden Stärke. Der Aufwand ist jedoch etwas höher, als es jetzt klingt. Ich verwende dazu ein Keimglas und das Keimen von Bauchweizen dauert circa 5 Tage.

Wäh­rend seiner Kei­mung erreichen die Vi­tal­stoffe eine wesentlich hö­he­re Bio­ver­füg­bar­keit, die Pro­te­ine sind nun gut zu verdauen. Ge­keim­ter Buch­wei­zen enthält das Co­en­zym Q10, Bio­fla­vo­no­ide und viele weitere ge­sund­e Be­stand­tei­le. Die Keimlinge sind basisch und daher generell ein wertvoller Bestandteil unserer Küche. (Viele Menschen ernähren sich zu „sauer“. Frag‘ mal deinen Hausarzt.)

Die Buch­wei­zen­keim­lin­ge kön­nen gebraten, verbacken und gekocht werden. Ich mag die Keimline mehr, als die Körner. Aber ich scheue im Alltag den Aufwand mit Keimglas. Deswegen essen ich Buchweizen meistens als Beilage zu Gemüse. Wenn Du Buchweizen kochst, hast Du eine Beilage wie Bulgur oder Reis.

Geschmacklich ist da jetzt keine Offenbarung. Ziemlich nussig. Ich find‘ es insgesamt Ok, allerdings würde ich Buchweizen nicht als Snack bezeichnen.

Grundsätzlich kannst Du Buchweizen auch roh essen, zum Beispiel im Müsli. Mir schmeckt es besser, wenn der Buchweizen etwas geröstet ist. Das geht am besten in einer beschichteten Pfanne und ohne die Zugabe von Öl. Probier‘ mal aus, ob dir der nussige Buchweizen schmeckt!

Zum Backen kannst du Buchweizenmehl verwenden. Leider kannst Du es nicht als 1:1 Subsititut verwenden, da es keinen Eiweißkleber (Gluten) enthält. Aber ein Viertel Weizenmehl kannst du ohne Weiteres durch Buchweizenmehl ersetzen.

Alternativ musst Du dem Teig die Klebefähigkeit durch ein Bindemittel geben. Hierfür kommen verschiedene Stärkepulver in Betracht (unter anderem Pfeilwurzelmehl). Da ich den Geschmack nicht sooo prickelnd finde, habe ich noch nicht versucht Buchweizenbrote oder -fladen zu backen.

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