Das Wichtigste in Kürze
  • Dutch Oven sind aus Gusseisen – also massiv und langlebig.
  • Vorsicht beim Reinigen: Gusseisen speichert die Hitze sehr lange.
  • Spülmittel ist bei der Reinigung nicht nötig.
  • Einweichen in lauwarmen Wasser, harte Bürste und Schwamm sind ausreichend.
  • Pack den Backofenreiniger schnell wieder weg!

Dutch Oven reinigenDiese ganze Dutch-Oven-Sache find‘ ich schon ziemlich cool. Ich probiere viel aus und bin immer noch ganz begeistert, wie schnell ich vorzeigbare Ergebnisse bekomme.

Nur das Reinigen finde ich wirklich nicht so prickelnd. Klar, das wird niemand von sich behaupten. Aber den Dutch Oven zu reinigen kann ein ziemlicher Aufwand werden. Kommt natürlich drauf an, was Du zubereitet hast.

Während ich meine Töpfe auch gern mal eine Runde in der Spinnmaschine drehen lasse (oops!), ist das bei Gusseisen nicht so ratsam. Also komme ich um den Handeinsatz nicht drum-herum.

In diesem Beitrag erfährst Du:

  • wie Du deinen Dutch Oven schnell und gründlich sauber bekommst
  • welches Zubehör sinnvoll ist
  • welchen Podcast ich dabei höre

Jetzt geht’s los: Was interessiert Dich?

 

Dutch Oven Reinigung 1×1

Wenn der Dutch Oven gut eingebrannt ist, sind richtig harte Verkrustungen eher selten. Kann aber vorkommen, wenn zu wenig Flüssigkeit drin war. In der Praxis ist so ein Dutch Oven meistens geringfügig verkrustet und hat einen Rand gebildet. (Außer Du hast großzügig Bacon da reingelegt.)

Da hilft nur warmes Wasser und diese kleinen „Kettenhemden“ (Ringreiniger) oder ein Drahtschwamm. Von der Chemiekeule halte ich gar nix. Spülmittel ist Ok für mich – je nachdem wie hartnäckig das ist.

„Was?! Die Oberfläche sollte doch auf gar keinen Fall  mit Spülmittel in Kontakt kommen!“

Steht gefühlt in jedem Ratgeber oder auf jeder Webseite zu diesem Thema. Keine Panik: Da würde jetzt auch nicht die Welt untergehen. (Mehr dazu später, wenn es um die Patina geht.)

Also machen wir es kurz:

Ums Schrubben kommst Du nicht herum. Das erfordert zwar nur wenig Kraft – macht aber auch nur wenig Spaß. Aber sei unbesorgt: Der Dutch Oven verträgt das. Das ist schließlich Gusseisen!

Gusseisen reinigen & pflegen
Solche Drahtbürsten funktionieren grundsätzlich sind für den Dutch Oven aber etwas zu groß

Die Außenseite wische ich lediglich mit einem feuchten Tuch ab. Besonders beim Deckel gebe ich mir nur wenig Mühe, denn hier kommen ja eh wieder heiße Briketts drauf.

Dopf reinigen in 5 Schritten

  1. abkühlen lassen (vom Rost nehmen bzw. Briketts entfernen)
  2. Wasser einfüllen und einweichen lassen
  3. ohne viel Kraft mit Ringreiniger Verkrustungen lösen
  4. auswischen und spülen, gründlich trocknen
  5. evtl. etwas Öl auftragen

Wenn Du nicht Ätznatron (Natriumhydroxid), andere Laugen oder irgendwelche Säuren zum Reinigen verwendest, ist das bisschen Schrubben absolut unkritisch. Nimm einfach lauwarmes Wasser, eine ordentliche Bürste, wenn nötig dieses Drahtding und einen Lappen. Warte auf jeden Fall bis das Gusseisen etwas abgekühlt ist.

Koalatipp: Mach‘ dir einen Podcast an. „Hotel Matze“ höre ich gern. Erfahrungsgemäß dauert so eine gründliche Dutch Oven Reinigung locker eine halbe Stunde.

Ich frag dich: Hast Du keine Fragen?
Schreib‘ mir einen Kommentar! Ich freu‘ mich über Fragen & Feedback. xoxo

Und was ist mit der Patina?

Dutch Oven einbrennenDu hast Sorgen wegen deiner liebevoll angelegten „Antihaftbeschichtung“ in deinem Dopf wenn Du ordentlich schrubbst?

Jop, das sogenannte „Einbrennen“ ist durchaus sinnvoll. Wenn Du alles richtig gemacht hast, hat sich an der Innenseite eine dünne Schicht gebildet. Das sieht man etwas schlecht, weil Gusseisen durch den Kohlenstoff sowieso schon dunkel ist. (Anders als Eisenpfannen.)

Lies‘ dir gern meine Anleitung durch: Dutch Oven einbrennen – so klappt das!

Diese Schicht wird nicht einfach verschwinden oder kaputt gehen. Auch wenn das sehr häufig zu lesen ist. Im Grunde hast Du ja eh nur die Wahl zwischen halb sauber oder richtig sauber.

Warum das alles kein Problem ist?

Spülmittel soll Fett lösen. Die sogenannte Patina hat aber nicht mehr viel mit Öl gemeinsam. Darum geht es beim sogenannten Einbrennen ja schließlich. Massives Schrubben kann diese Schicht schädigen, das stimmt. Du kannst den Feuertopf aber jederzeit neu einbrennen – das ist also nicht so kritisch, wie das manche Ratgeber oder Videos suggerieren.

Den Dutch Oven kaufst Du einmal und hast ewig Freude daran. (Oder kaufst dir noch ein paar mehr, weil 6ft nicht mehr reicht.)

Kann ich den Feuertopf einweichen?

Eine Stunde einweichen ist kein Problem. Du kannst auch mehrfach spülen – je nachdem wie verkrustet der Topf ist. Die Oberfläche ist ziemlich unempfindlich und bekommt auch keine Regenbogenflecken.

Wichtig ist, dass Du den Topf langsam runterkühlen lässt. Also nicht direkt kaltes Wasser in den heißen Topf geben. So eine spontane Abkühlung findet Gusseisen nicht so doll.

Heißes Wasser ist für die „Patina“, also die polymerisierte Schicht aus erhitztem Öl, auch kein Problem. Lauwarmes Wasser reicht (nach meiner Erfahrung) vollkommen aus. Aber wenn Du das Wasser nochmal erhitzt, ist das auch Ok.

Jeder „Dopfer“ hat da so seine Tricks. Schreib‘ mir gern einen Kommentar, wie Du das so machst.

Was verträgt der Dutch Oven nicht?

Auch wenn es verlockend ist: Verwende keinen Backofenreiniger. Auch keine selbstgemachten, aggressiven Spülmittel (Säuren und Laugen), Felgen- oder Fliesenreiniger oder was sonst noch so in deiner Garage rumsteht. Ja, der Anblick von einem hart verkrusteten Dutch Oven kann solche Gedanken aufkommen lassen.

Aber lass das besser. Schließlich willst Du aus diesem Ding ja noch essen.

Kurze Pflegerunde

Hin- und wieder verträgt das Gusseisen auch eine leichte Pflege mit Öl. So kann sich bei einer längeren Lagerung im Keller kein Rost bilden. Wenn Du möchtest kannst Du dafür auch eine Pflegepaste kaufen. Ich verwende einfach nur Sonnenblumenöl und kann nichts Negatives berichten.

Es gibt auch sogenannte Trennsprays. Die kannst Du zur Pflege durchaus verwenden. Da steckt aber auch nur pflanzliches Öl, Lecithin (Emulgator) und irgendwas zum Vernebeln drin. Schadet zumindest nicht. Ob es das Geld wert ist, entscheidest Du am besten selbst.

Lies hier weiter:

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